|
Styria vitalis führt im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark im Zeitraum von 2008 bis 2012 das Modellprojekt Gemeinsam Essen durch. Ziel des Projekts ist es, das Speisenangebot in Betrieben, Schulen, Kasernen etc. im Sinn einer gesunden und ausgewogenen Ernährung weiterzuentwickeln.
1,8 Millionen ÖsterreicherInnen essen außer Haus
Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit, die vermehrte Berufstätigkeit von Frauen und der Ausbau von ganztägigen Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen haben es mit sich gebracht, dass immer mehr Menschen außer Haus essen. In Österreich sind es bereits 1,8 Millionen Menschen, in der Steiermark 260.000 – darunter ungefähr 65.000 Kinder und 11.700 SeniorInnen - die sich an Werktagen außer Haus verpflegen. Für eine wachsende Anzahl von Menschen hängt damit die Möglichkeit, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, von der Qualität der Gemeinschaftsverpflegungseinrichtung ab, in der sie sich verköstigen.
Zu fett, zu süß, zu salzig
Das Bedürfnis, gesund und ausgewogen zu essen, ist bei vielen vorhanden. Passt das Angebot in der Kantine nicht, ist dieser Wunsch jedoch nur schwer in den Alltag zu integrieren. Das Projekt Gemeinsam Essen setzt deshalb bei folgenden Punkten an:
- Erhöhung der ernährungsphysiologischen Qualität der Speisen und Getränke – weniger fett- und zuckerreiche Gerichte, mehr Obst und Gemüse, mehr Vollkornprodukte.
- Erhöhung der ökosozialen Qualität des Angebots – vermehrter Einkauf von biologischen, regionalen und saisonalen Produkten, die fair gehandelt sind.
- Erhöhung der sozialen Qualität des Essens – bessere Gestaltung der Speisesäle und der Essensausgabe.
- Stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe. SeniorInnen haben andere Anforderungen als Kindergartenkinder!
Die Zufriedenheit der Kunden von Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen soll durch das Projekt gemeinsam essen erhöht werden, die Kosten für den Wareneinsatz jedoch gleich bleiben.
Vom Kleinkind bis zum Rentner
Das Projekt Gemeinsam Essen richtet sich an:
- Kindergärten, Schulen, Universitäten
- Internate
- Spitäler, Pflegeheime, Kuranstalten
- Bundesheer-Kasernen
- Jugend- und Familiengästehäuser
- Betriebe
Kein Schnellschuss
Entscheidet sich eine Gemeinschaftsverpflegungseinrichtung bei dem Projekt mitzumachen, unterstützt Styria vitalis sie in den darauffolgenden eineinhalb Jahren, ihr Angebot zu verbessern.
In der Diagnosephase wird der Ist-Zustand erfasst. Eine Menü-Komponentenanalyse gehört hier ebenso dazu wie eine Befragung der KundInnen der Einrichtung und schließlich die Erarbeitung von konkreten, mess- und erreichbaren Zielen.
Es folgt die Umsetzung der Maßnahmen – eine Schulung des Küchenpersonals, die Recherche von alternativen Einkaufsmöglichkeiten oder die Umgestaltung des Speisesaals, um nur einige Beispiele zu nennen.
Mit Nachbereitungsphase und Abschlussveranstaltung endet das Projekt. Dabei wird evaluiert, was sich durch das Projekt tatsächlich verändert hat.
Kontakt
Maga Sabine Töscher
+43/316/82 20 94-73
|