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RIS - Risflecting in Settings

Styria vitalis entwickelt seit 2007 Projekte und Maßnahmen im Bereich der Feierkultur vor allem für die Settings Schule, Lehrlingshäuser und Gesunde Gemeinden.
 
Projekthintergrund: Feiern bedeutet miteinander Zeit zu verbringen, Abstand vom Alltag zu bekommen, soziale Aktivitäten zu setzen, durch eine aktive Rolle Wertschätzung zu erfahren, zu lachen und Gemeinschaft zu erleben. Eine Feierkultur, die mit Beteiligung und Empowerment durchwachsen ist, trägt zu einer gesunden Entwicklung der Menschen und zu einer Stärkung der Gemeinschaft bei.
 
Im Wort Risflecting sind die Begriffe RISIKO und REFLEXION enthalten. Das Wagnis, ein Risiko einzugehen bzw. Rausch zu erleben, wird durch Vor- und Nachbereitung, also durch Reflexion einschätzbar.
Dieser handlungspädagogischer Ansatz heißt Risflecting: www.risflecting.at.
 
Eine kurze Einführung in die Idee des Risflecting gibt auch ein Video von Gerald Koller auf Youtube >>.
 
Projektmaßnahmen
 
Rausch und Risiko erleben und reflektieren (3-tägiges Seminar)...
lautet der Titel des Seminars, welches sich an JugendarbeiterInnen richtet und im Auftrag des Dachverbands der offenen Jugendarbeit und in Kooperation mit Volker Schreibmayr von atropa entwickelt wurde. JugendarbeiterInnen stehen mit Ihrer Begleitungsarbeit in einem Spannungsfeld, da der Umgang mit Rausch & Risiko in unserer Gesellschaft sehr ambivalent vermittelt wird. Einerseits soll man ein Risiko eingehen, will man was erreichen. Andererseits mutet die Erwachsenenwelt den Jugendlichen nicht viel zu, warnt vor Risiken und empfiehlt Risikovermeidung. Einerseits lockt die Gesellschaft mit konsum- (und gewinn-)orientierten (Rausch-)Eventveranstaltungen und andererseits wird von Jugendlichen abstinentes bzw. vernünftiges Verhalten erwartet. Die Kompetenz mit Rausch & Risiko umzugehen, d.h. das Risiko gut zu optimieren oder den Rausch zu kultivieren, wird selten thematisiert. Hier setzt das Seminar an, sorgt dafür, ein Stück Eigenkompetenz erfahrbar und reflektierbar zu machen und dass Methoden für die thematische Arbeit erlebt werden.
 
Check in & out...
richtet sich an die ErzieherInnen-Teams der steirischen Lehrlingshäuser. Neben intensiven Lernerfahrungen gilt es im Lehrlingshaus, in nur wenigen Wochen soziale Beziehungen auf zu bauen und von neuen Freunden auch wieder Abschied zu nehmen. Feste gehören, neben dem gemeinsamen Essen, zu den ältesten Ritualen, die helfen, Übergänge bewusst erlebbar zu machen. Feste gleichen in unserer Gesellschaft aber immer mehr Konsumevents. Eine beteiligungs- und erlebnisorientierte Feierkultur kann hier die gesundheitsförderlichen Anteile des Feierns beleben.
 
Wenn Gemeinden feiern...
beinhaltet die Begleitung von Gemeindeprojekten zum Thema Festkultur. Gerade beim Feiern wird uns oft bewusst, welche Rolle wir in einer Gemeinschaft haben und in welcher Form wir uns einbringen könnten (Kuchen backen, Gitarre spielen, Raum dekorieren, moderieren, Witze machen…) – vorausgesetzt es gibt auch die Möglichkeit der Beteiligung. Es kann ein geradezu berauschendes Gefühl erzeugen, wenn der eigene Festbeitrag von den anderen gelobt und beklatscht wird. Deshalb ist es umso wichtiger, dass JedeR Teil eines Festes werden kann, um am Ende nicht allein auf eine Substanz angewiesen zu sein, um sich zu berauschen.
 
Der Workshop "Kultur des Rausches" (3 h)...
mit Maga Claudia Posch bettet den Film "Das Recht auf Rausch" (ca. 20 Min.) in eine Diskussion und Reflexion über unsere Kultur ein. In einer Zeit, in der Komatrinken zu regelmäßigen Schlagzeilen führt, neigen wir dazu, den Begriff Rausch häufig nur im negativen Zusammenhang zu verwenden. Dass berauschende Erlebnisse aber eine wichtige Ressource zwischenmenschlicher Beziehungen und somit auch für die Gesundheit sind, wird dabei oft vergessen. Der Film zeigt auf, dass berauschende Zustände nicht nur im Zusammenhang mit Substanzen erreichbar sind. Es kommt vor allem auf den Rahmen an (z.B. Schulabschlussfest, Schulstart-Wochenende), wie berauschende Erlebnisse wahrgenommen und erlebt werden, oder ob der Rausch gesundheitsfördernde Prozesse unterstützt.
 
Kontakt:
Maga Eva Maria Deutsch
+43/316/82 20 94-42
 





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