|
Fußgängerfreundliche Sozialräume für Menschen im Alter von 65plus
Ein Projekt von Styria vitalis für Gesunde Gemeinden in der Steiermark, gefördert vom Fonds Gesundes Österreich.
Projektzeitraum: Juli 2011 bis September 2013
Projektzielgruppe: Menschen im Alter von 65plus in fünf bis sechs größeren Gesunden Gemeinden in der Steiermark
Projektgemeinden: Arnfels, Bruck an der Mur, Lieboch, Kapfenberg und Schladming
Es ginge alles viel besser, wenn man mehr ginge!
Johann Gottfried Seume (1763 - 1810)
Projektausgangssituation: Internationale und nationale Daten bestätigen, dass die körperliche Aktivität, besonders bei älteren und alten Menschen abnimmt. Durch einfaches „Gehen“ können gerade ältere Menschen ihre gesundheitliche Lebensqualität und die so wertvolle Selbstständigkeit im Alltag aufrecht erhalten bzw. verbessern.
Im Lebensraum Gemeinde können wir Bedingungen und Angebote so gestalten, dass sich die Gesundheitschancen der älteren Bevölkerung verbessern und ihre Gesundheitspotenziale gestärkt werden.
Projektmaßnahmen:
Mit Beteiligung der Zielgruppe 65plus sowie VertreterInnen der Gesunden Gemeinde und relevanten Organisationen bzw. Einrichtungen wird ein Bündel an Maßnahmen zur Förderung der körperlichen Aktivität umgesetzt.
- Durchführung einer Sozialraumanalyse (inkl. Sozialraumbegehung) gemeinsam mit der Zielgruppe: Wie fußgängerfreundlich sind die Gehwege zum Gemeindeamt, zur Bank, zum Arzt, zu Treffpunkten? Wo sind die Räume zur Regeneration, und wie gut sind sie zu Fuß erreichbar? Gibt es auf diesen Wegen Barrieren, die von einer Benützung abhalten? Ergebnis ist eine Übersichtskarte, die die spezifische Infrastruktur abbildet und so die ältere Bevölkerung unterstützt.
- Der Aufbau eines sozialen Begleitdienstes richtet sich an jene Personen, die auf bestimmte Unterstützungsleistungen angewiesen sind und stellt ein Bring-Angebot dar. Der Begleitdienst holt den älteren/alten Menschen zu Hause ab und begleitet diesen zu Fuß zum Einkaufen, auf Behördenwegen, zu ÄrztInnen, etc. Der Begleitdienst soll Selbstständigkeit trotz Unterstützungsbedarf gewährleisten. Voraussetzung für diese Art von Begleitdienst ist eine Qualifizierung der BegleiterInnen, die im Rahmen des Projektes erfolgt.
- Niederschwellige „Gehen-Treffen“ haben neben der körperlichen Aktivierung vor allem auch die Förderung des Soziallebens älterer und alter Menschen zum Ziel. Darüber hinaus sind Gleichgewichts-, Koordinations- und Beweglichkeitsübungen zur Vorbeugung von Stürzen ebenfalls fixer Bestandteil der Übungseinheiten. Die LeiterInnen der „Gehen-Treffen“ erhalten wichtige Grundinformationen zu Haftpflicht und allgemeiner Sicherheit sowie zu Ausrüstung und Hilfsmitteln.
- Die Entwicklung von Schwerpunktangeboten erfolgt beteiligungsorientiert über die Initiativgruppe der Gesunden Gemeinde und soll das fixe Maßnahmenbündel um gemeindespezifische Maßnahmen erweitern wie z.B. Verkehrssicherheitsschulungen, Themenrundgänge, niederschwellige Wandergruppen oder ein Gehen-Event.
Aufwand und Kosten:
Aus Fördermittel finanziert ist die Sozialraumanalyse, die Entwicklung von Übersichtskarten, die Schulung für den Begleitdienst, diverse PR-Maßnahmen, die Evaluation des Projektes und auch die Projektbegleitung durch Mitarbeiterinnen von Styria vitalis.
Auf ehrenamtlicher Basis sind grundsätzlich die „Gehen-Treffen“, die Begleitdienste und wie gewohnt die Initiativgruppe der Gesunden Gemeinde geplant. Die Schwerpunktangebote werden wie Gesunde Gemeinde-Angebote nach dem Bedarf in der Gemeinde beteiligungsorientiert entwickelt und von der Gemeinde umgesetzt. Die dafür entstehenden Kosten sind nicht über Fördergelder gedeckt.
Anfallende Druckkosten der entwickelten Übersichtskarten müssen seitens der Gemeinde getragen werden, wobei hier gemeindespezifisch über die Form und Auflagenhöhe der Karte entschieden wird. Beispielsweise wäre es auch möglich, die neuen Infos bei bestehendem Kartenmaterial zu ergänzen.
Eine schriftliche Kooperationsvereinbarung mit der Gesunden Gemeinde basierend auf einem Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates ist eine Voraussetzung zur Projektteilnahme und der Verankerung des Projekts.
Kontakt
Maga Drin Christine Neuhold
+43/316/82 20 94-51
|