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Projektzeitraum: Oktober 2006 - März 2009
Ausgangslage und Problemstellung
Arbeitslose stehen meist unter erheblichem psycho-sozialem und ökonomischem Druck und tendieren zu einem gesundheitsbeeinträchtigenden Alltagsverhalten, daher sind sie statistisch gesehen häufiger krank als berufstätige Menschen und stellen „theoretisch“ eine ideale Zielgruppe für Gesundheitsförderungsmaßnahmen dar. Leider sind arbeitslose Menschen jedoch für Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Primärprävention mit ganzheitlichem Gesundheitsbegriff schwer erreichbar, dies erklärt auch, warum es in Österreich bisher für diese Zielgruppe kaum Gesundheitsförderungsprojekte gab.
Eine im Oktober 2006 durchgeführte Fragebogen-Erhebung unter den KursteilnehmerInnen des bfi Kärnten hat ergeben, dass sich zwar mehr als 85 % für Themen der Gesundheitsförderung und Primärprävention interessieren, aber nur 20 % würden bei „tolerierbaren“ gesundheitlichen Problemen (v.a. Rückenschmerzen bzw. Wirbelsäulenprobleme, Kopfschmerzen/Migräne, Stress und Überforderung sowie Übergewicht) einen Kurs besuchen bzw. eine/n GesundheitsberaterIn kontaktieren. Aktionstage zum Thema Gesundheit an den Lehrwerkstätten des bfi Kärnten („Crazy-banana-days“) haben jedoch gezeigt, dass die KursteilnehmerInnen nach anfänglicher Skepsis sehr wohl für Gesundheitsthemen zu interessieren sind.
Zielsetzungen
Das Projekt „Xund & Gscheit“ unterstützte die KursteilnehmerInnen und die TrainerInnen des bfi Kärnten dabei, ressourcenstärkende Persönlichkeitsanteile und gesundheitsförderliche Lebensstile zu entwickeln.
Die TrainerInnen sollten befähigt werden...
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eine gesundheitsförderliche Lernumgebung zu schaffen
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den Unterricht gesundheitsförderlich zu gestalten
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Gesundheitsinformationen und Impulse in den Bereichen Bewegung, Ernährung und seelische Gesundheit geben zu können
Die KursteilnehmerInnen sollten die Möglichkeit haben...
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in einer gesundheitsfördernden Umgebung zu lernen
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an einem gesundheitsfördernden Unterricht teilzuhaben
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Gesundheitsinformationen und Impulse für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil angeboten zu bekommen
Diese gesundheitsförderlichen Maßnahmen betrafen die Bereiche Bewegung, Ernährung und seelisches Wohlbefinden. Im Rahmen des vorliegenden Projektes wurden die unterschiedlichen Bedürfnisse von Männern und Frauen, älteren und jüngeren Menschen sowie branchenspezifische Bedürfnisse (sitzender Beruf vs. Arbeit an einer Maschine), in Form von gruppenspezifischen Angeboten, berücksichtigt.
Gesundheitsförderliches Interventionskonzept
Das bfi Kärnten betreut im Auftrag des Arbeitsmarktservice (AMS) pro Jahr ca. 3.200 arbeitslose KursteilnehmerInnen, diesen wurden zusätzlich zu einem ca. dreimonatigen Fort- und Weiterbildungskurs Maßnahmen ganzheitlicher Gesundheitsförderung quasi als „Mehrwert“ vermittelt.
Das Projekt „Xund & Gscheit“ zielte somit auf die Erhöhung der gesundheitlichen Chancengleichheit von arbeitslosen Menschen ab.
Hierbei handelte es sich um eine neue Form der Wissensvermittlung, die klassische Wissensvermittlung (z. B. Sprachkurs, Computerkurs, technische Ausbildung etc.) mit gesundheitsfördernden Inhalten in den Bereichen Bewegung, Ernährung und seelisches Wohlbefinden kombinierte und darüber hinaus eine partizipative und prozessorientierte Lern- und Erfahrungswelt für die individuelle Integration von gesundheitsförderlichen Inhalten gestaltete.
Die geplanten Interventionsmaßnahmen beeinflussten sowohl das Verhalten bzw. den persönlichen Lebensstil der KursteilnehmerInnen in den Bereichen Bewegung, Ernährung sowie seelisches Wohlbefinden als auch die Verhältnisse, unter denen Wissensvermittlung am bfi Kärnten stattfindet.
Ausbildung für bfi-TrainerInnen
Dieses Ausbildungsmodul unterstützte die bfi-TrainerInnen dabei, ressourcenstärkende Persönlichkeitsanteile und gesundheitsförderliche Lebensstile zu entwickeln. Das neu erworbene bio-psycho-soziale Gesundheitsbewusstsein wurde im Verhaltensrepertoire der bfi-TrainerInnen tief verankert, dass sie dieses an die arbeitslosen KursteilnehmerInnen des bfi Kärnten weitervermitteln können.
Diese neue Form der kombinierten Wissensvermittlung wurde in den Regelbetrieb des bfi Kärnten übernommen. Zur Aufrechterhaltung der im Projekt aufgebauten Strukturen wurden im Anschluss an das Ausbildungsmodul einige ausgewählte und an ganzheitlicher Gesundheitsförderung besonders interessierte TrainerInnenin einer MentorInnen-Ausbildung vertieft ausgebildet. Sie wurden dazu befähigt, ihr Wissen an neu hinzukommende TrainerInnen weiterzugeben, um so eine Nachhaltigkeit der geplanten Maßnahme über das Projektende hinaus zu gewährleisten.
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